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𝗗𝗮𝘀 𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻 𝗺𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹𝘀𝘁ä𝗻𝗱𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻 𝗮𝘂𝘀 𝗢𝗪𝗟 𝘂𝗻𝗱 𝗪𝗲𝗹𝘁𝗺𝗮𝗿𝗸𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝘀𝗮𝗺!
Autor
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Andreas Knepper
Senior Marketing Consultant
16.03.2026
2 min. read
Elon Musk hat eines der teuersten Markenexperimente der Geschichte durchgeführt. Twitter 🐦 wurde über Nacht zu X. Der ikonische Vogel verschwand, der Name, der es als Verb in unsere Sprache geschafft hatte, wurde gestrichen. Markenwert-Verlust: Bis zu 20 Milliarden Dollar. Werbeeinnahmen: minus 50 %. Und X ist kein Einzelfall – Gap ruderte nach einer Woche mit neuem Logo zurück, Tropicana verlor 20 % Umsatz nach einem Redesign, CapriSonne wurde zu Capri-Sun und erntete Ablehnung.
𝗪𝗮𝘀 𝘀𝗶𝗲 𝗮𝗹𝗹𝗲 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵ä𝘁𝘇𝘁 𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻: 𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝗟𝗼𝗴𝗼 𝗶𝘀𝘁 𝘄𝗲𝗿𝘁𝘃𝗼𝗹𝗹, 𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗺𝗲𝗻𝘁𝗮𝗹𝗲𝗻 𝗩𝗲𝗿𝗸𝗻ü𝗽𝗳𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 – 𝗩𝗲𝗿𝘁𝗿𝗮𝘂𝗲𝗻, 𝗚𝗲𝘄𝗼𝗵𝗻𝗵𝗲𝗶𝘁, 𝗲𝗺𝗼𝘁𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹𝗲 𝗕𝗶𝗻𝗱𝘂𝗻𝗴.
Was hat das mit einem Maschinenbauer aus Bielefeld oder einem Zulieferer aus Paderborn zu tun? Mehr als man denkt. Die Mechanismen sind identisch. 𝗢𝗪𝗟 𝗵𝗮𝘁 ü𝗯𝗲𝗿 𝟭𝟱𝟬 𝗛𝗶𝗱𝗱𝗲𝗻 𝗖𝗵𝗮𝗺𝗽𝗶𝗼𝗻𝘀, Hunderte Familienunternehmen mit globalen Marktanteilen. Viele haben über Jahrzehnte starke Marken aufgebaut – oft ohne es so zu nennen. Der Gründername, der für Verlässlichkeit steht. Die Farbe, die jeder in der Branche zuordnet. Das ist Markenwert. Und er kann schneller erodieren als man glaubt durch übereiltes Rebranding, aber auch durch:
🔄 Generationswechsel ohne Markenstrategie – „alles modernisieren", ohne zu verstehen, was die Marke verankert hat.
🌍 Internationalisierung ohne Markenanpassung – der Name, der in OWL Vertrauen signalisiert, sagt in Asien nichts. Aber ihn einfach ändern ist die falsche Antwort.
🏗️ Fusionen ohne Markenarchitektur – drei Marken unter einem Dach, und niemand weiß mehr, wie die Teile zusammenhängen.
💻 Digitalisierung ohne Markenführung – was auf der Messewand funktioniert, funktioniert nicht automatisch auf einem 5-Zoll-Bildschirm.
𝗪𝗮𝘀 𝗢𝗪𝗟-𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗻 𝗪𝗲𝗹𝘁𝗺𝗮𝗿𝗸𝗲𝗻 𝘃𝗼𝗿𝗮𝘂𝘀𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻: 𝗡ä𝗵𝗲.
Zu Kunden, Mitarbeitenden, zur Region. Authentizität, die Konzerne für Millionen zu simulieren versuchen, ist hier eingebaut. Das ist ein Markenvorteil, den man nicht kaufen kann – aber verspielen, wenn man ihn nicht bewusst pflegt.
Die Lektion für alle Marken: Mentale Verfügbarkeit ist das Wertvollste, was eine Marke besitzt. Der Unterschied – bei Twitter hat die Welt zugeschaut. Wenn ein OWL-Unternehmen seinen Markenwert leise erodieren lässt, merkt es erst der Vertrieb, dann die Marge.
Die entscheidende Frage bleibt dieselbe – egal ob man 44 Milliarden bezahlt hat oder ein Familienunternehmen in dritter Generation führt: Was dürfen wir auf keinen Fall verlieren?
Eine Marke, die das beim Relaunch im Rahmen ihrer internationalen Fusion beherzigt hat, ist EK Retail.
Wer wissen will, wie das Unternehmen das geschaftt hat, kann hier gern weiterlesen.